Gegen Schubladendenken.*

In Deutsch­land blei­ben zu vie­le Aus­bil­dungs­plät­ze unbe­setzt. Auch des­halb, weil auf der Favo­ri­ten-Lis­te zukünf­ti­ger Azu­bis immer wie­der die glei­chen Top-Aus­bil­dungs­be­ru­fe ste­hen: Die Mädels wol­len Fri­seu­rin, kauf­män­ni­sche Ange­stell­te oder Erzie­he­rin wer­den, für die Jungs ist der KFZ-Mecha­tro­ni­ker die unbe­strit­te­ne ers­te Wahl. Hun­der­te Aus­bil­dungs­be­ru­fe haben das Nach­se­hen – und oft auch die Azu­bis selbst, weil sich alle auf weni­ge Aus­bil­dungs­stel­len drän­geln und dabei völ­lig über­se­hen, dass ande­re Beru­fe ihren Nei­gun­gen und Fähig­kei­ten viel bes­ser ent­spre­chen könn­ten. Mit der Kam­pa­gne „Kli­schee­frei“ will das Bun­des­in­sti­tut für Berufs­bil­dung (BIBB) im Auf­trag der Bun­des­re­gie­rung gegen gän­gi­ge Rol­len­mo­del­le in der Aus­bil­dung und gegen „Kurz­schlüs­se“ in der Aus­bil­dungs­platz-Wahl ankämp­fen.

Der Auf­trag zur Gestal­tung der Kam­pa­gne ging an CD. Die aus dem eben­falls bei CD ent­stan­de­nen Erklär­film bekann­ten Car­toon-Cha­rak­te­re wer­ben nun auf allen Kanä­len für eine „kli­schee­freie“ Pla­nung der eige­nen Kar­rie­re. Das von CD kre­ierte Cor­po­ra­te Design der Kam­pa­gne wur­de direkt auf Geschäfts­aus­stat­tung, Give-Aways, Info­bro­schü­ren und Fly­er über­tra­gen. Und weil bei CD selbst in unter­schied­li­chen Beru­fen aus­ge­bil­det wird, waren Mit­ar­beit und Feed­back „unse­rer“ Azu­bis natür­lich Ehren­sa­che!

* Die die­ser Ver­öf­fent­li­chung zugrun­de lie­gen­den Arbei­ten wur­den im Auf­trag des Bun­des­in­sti­tuts für Berufs­bil­dung durch­ge­führt, das damit einen Bei­trag zur För­de­rung der Berufs­bil­dung leis­tet.